Anime-Tattoos – ein Wandel in Japan?

Japan ist ein sehr sorgsames und diszipliniertes Land. In einiger Hinsicht unterscheidet es sich sogar nicht groß von Deutschland. Trotzdem gibt es in Japan verschiedene Popkulturen und auch außergewöhnliches, was wir uns nicht vorstellen können. Doch wenn es um Tattoos geht, verstehen die Menschen in Japan großteils keinen Spaß. Denn wenn sich Menschen mit Tattoos in der Öffentlichkeit zeigen, dann wirkt es Abschreckend.

In dem heutigen Beitrag geht es um einen Bericht aus Asahi.com mit der Öffentlichen Meinung und das womögliche Potenzial, das allgemeine Bild von Tattoos in Japan zu verändern – mit ganz außergewöhnlichen Methoden!

Mithilfe von „Otattoo“, möchten Menschen die sich von Tattoos abgeschreckt fühlen, ein neues Bild vermitteln. Hier geht es darum zu zeigen, dass eine Soziale Akzeptanz von Nöten ist. In Japan gelten solche auf der Haut gestochenen Motive weiterhin als Abschreckend oder auf eine bestimmte Art und Weise „schlimm“. Bei einer Umfrage unter 14-Jährigen antworteten 51,1 % der befragten, dass sie sich in der Nähe von jemandem mit solch einem Motive definitiv unwohl fühlen. 36,6 % fühlen sie sich sogar ängstlich.

Das ist auch nicht verwunderlich. Während in Deutschland solche Tätowierungen (meistens) einfach nur eine Leidenschaft bedeuten, haben diese in Japan einen bestimmten Zweck. Bestimmte organisierte Gruppierungen, darunter auch der Yakuza-Clan verfolgen mit den Tätowierungen eine bestimmte Symbolik.

Hier werden die Mitglieder mit Tattoos nach ihrer Zugehörigkeit der Clans unterschieden, was bei den meisten Japanern, einen Zusammenhang zu einem Mafia-Clan in Erinnerung ruft. Um Probleme zu vermeiden oder aus Furcht, verbieten die meisten Onsen (öffentliche Bäder/heiße Quellen) den Zutritt von Tätowierten. Reisende und Urlauber können zwar von Ausnahmen profitieren, aber wenn der Eigentümer sich strikt weigert, sollte man die Entscheidung respektieren.

Nun macht sich ein Trend breit, welcher das Öffentliche Bild von Tattoos mithilfe eben jener „Otattoo’s“ verändern soll. Hierbei werden oft Motive aus Animes oder Mangas als Vorlage für Tattoos benutzt. Darum auch das „Otattoo“. Die Furcht soll nämlich damit verschwinden und Tattoos im Allgemeinen Sozial respektiert werden.

Was denkt ihr zu der ganzen Story? Ist das ein guter Ansatz und wie findet ihr die Tattoos? Würdet ihr auch so ein Motiv stechen lassen?

Via: Asahi.com
Bilder: Imgur [1], [2], Twitter: @DiabloArt
Weiterführende Artikel zum Thema Tattoo in der Öffentlichkeit/Japan: Zeit.de

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