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Anime-Merchandise selber basteln – Ideensammlung

Viele von euch kennen es: Zu seinem Lieblingsanime möchte man sehr gerne entsprechendes Merchandise haben. Sei es nun Sammelfiguren, Nendoroids, Schlüsselanhänger oder ähnlichen Schnickschnack. Aber nicht jeder hat das Geld, so etwas zu kaufen bzw. zu importieren.

Natürlich muss man nicht jedes Merchandise in seiner Vitrine haben und jedem zeigen, was für ein großer Fan man doch ist. Doch das eine oder andere hätte man doch durchaus gerne. Was also machen, wenn man kein oder nur sehr wenig Geld hat und dennoch ein wenig Zubehör von seinem Liebling haben möchte?

Vor einiger Zeit wurde mal die Frage in dem Raum geworfen, wie man eigenes Merchandise für bestimmte Animes kreiert. Es war völlig egal, was für ein Merchandise genau es war. Es sollte eben DIY sein – günstig oder ohne Kosten – und trotzdem noch super Anzuschauen.

Diese Frage wollen wir heute beantworten und laden euch zum selber machen ein! Wir haben für euch 4 Ideen gesammelt, die man ganz einfach nachmachen kann.

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1. Eigene Anime Schlüsselanhänger

Eine wohl sehr interessante Möglichkeit, eigenes Merchandise herzustellen, sind sogenannte kleine Schlüsselanhänger, die ziemlich cool aussehen, welche man individuell gestaltet sein kann und noch dazu sehr stabil sind. Die meisten Schlüsselanhänger sind nicht unbedingt stabil, so dass sie schon kaputt gehen oder zerknittern, wenn man sie in die Hosentasche steckt. Dann muss man überaus aufpassen, wie man seine Schlüssel trägt. So enden diese meist lediglich als Blickfang in einer Vitrine oder irgendwo am Computerbildschirm zur Deko.

Was benötigen wir dafür?

Zwar benötigt die folgende Methode etwas Material, sollte aber zumindest bis zum nächsten Kauf in eurem Supermarkt alles besorgt sein. Alles was ihr benötigt, ist die Abdeckung eines Lebensmittelcontainers, wie etwa die für Kekse. Diese eignen sich besonders gut, da diese hart genug sind. Diese schneidet ihr dementsprechend aus. Anschließend benötigt ihr farbige Permanentmarker (Damit die Farbe im Backofen auch hält).

Dann fehlt nur noch eine Vorlage, die ihr abzeichnen könnt. Natürlich könnt ihr das Ganze auch ohne Vorlage machen. Das Interessante daran ist, dass die Vorlage wesentlich größer sein muss. Denn sobald ihr eure Zeichnungen in den Backofen reinlegen werdet, ziehen sich diese zusammen. Also “schrumpfen” – daher auch der Name. Dies variiert jedoch auch von Kunststoff zu Kunststoff, wie stark es sich verkleinert.

Sobald ihr auf die Plastikplatte euren Favoriten gezeichnet habt, entsprechend ausgeschnitten und natürlich auch ein kleines Loch oben drüber (nicht unbedingt in die Figur, siehe Video) gemacht habt, geht es ab damit in den Ofen.

Habt ihr nun wirklich keine Plastik-Verpackung zur Hand, gibt es auf Amazon extra dafür konzipierte “Schumpffolienplatte” zu kaufen, wenn ihr ein klein wenig Geld hierfür ausgeben möchtet. Diese gibt es auch in Weiß (Vorsicht: Es gibt entweder durchsichtige oder nicht-durchsichtige! Je nachdem, ob ihr etwas abzeichnen oder frei-Hand gestalten möchtet)!


Imgur: ViTong4


2. Häkeln nach Vorlage – Amigurumis

Was sind Amigurumis überhaupt?

Amigurumi kommt aus dem Japanischen und bezeichnet eine Strick- oder Häkelkunst. Meistens wird dafür Garn verwendet und in Runden (Spiralen) gehäkelt bzw gestrickt. Einzelne Gliedmassen der Figuren werden in der Regel separat hergestellt und dann mit Watte, Füllwolle oder Polystyrol gefüllt und schlussendlich zusammengenäht. Amigurumis sind typischerweise zwischen 10 und 15 Zentimeter groß.

Dieser Beitrag richtet sich also an Häkelfans oder jene die es noch werden möchten. So gibt es die Möglichkeit, einfach ein eigenes “Plushi” zu erstellen.

Natürlich ist das Ganze etwas aufwändiger, doch die Anleitungen sind relativ simpel und einfach gehalten, so dass es auch die meisten verstehen sollten. Was am Ende dann raus kommt, ist ein sehr süßer Wollplushi, welchen ihr selbst gemacht habt und sich sogar als Geschenk ziemlich gut eignet. Eure kleine Cousine oder euer Cousin, Brüderchen oder Schwesterchen würden sich über das Geschenk sicher sehr freuen.

Das Catania Garn, eignet sich beispielsweise ganz gut dafür und eine passende Häkelnadel findet ihr hier dazu. Egal welches Garn ihr verwenden möchtet, denkt immer daran, dass das Häkchen 0.5 – 1 kleiner sein muss als empfohlen. Dadurch erhält die Figur eine feinere Struktur und sie lässt sich gut befüllen.

Die Youtuberin und Bloggerin justMiko hat sich das hier zur Aufgabe gemacht, euch einige schöne Häkelanleitungen zu bestimmten Pokemons aber auch bekannten Anime-Figuren wie etwa Totoro zu präsentieren. Diese zeigt sie euch sowohl über ihre Videos, als auch in ihrem Blog. Ihre Anleitungen sind natürlich kostenlos und stehen jedem frei zur Verfügung.

Einige Beispiele haben wir auch für euch aufgelistet, wie etwa eine Häkelanleitung für Tororo, oder auch Kirby! Unter jedem ihrer Videos finden sich ebenfalls Anleitungen, wenn auch im leicht verständlichen Englisch, wobei das Video begleitend dazu auch genutzt werden kann. Weitere Anleitungen, wie man etwa kleine Tierchen häkelt, findet ihr hier.

 


3. Anime-Figuren aus Polymer-Ton (oder: Fimu) herstellen

Die nicht ganz so einfache Variante Merchandise selber herzustellen wäre mit Polymer-clay (wie zum Beispiel Fimo), welche sich in letzter Zeit immer mehr an Beliebtheit zu erfreuen scheint. Doch was genau ist Polymer-Ton?

Damit ist eine Tonmasse gemeint, mit der es möglich ist, Figuren zu modellieren. Hat man sein Wunschmotiv gestaltet, stellt man sein Kunstwerk ganz einfach zum erhärten in den Ofen bei ca. 100 bis 150 Grad. Dabei verbinden sich die einzelnen Partikel und werden zu einer harten Kunststoffmasse, welche absolut ungiftig ist.

(c) Bild 1: GrootFarmer, Bild 2: MeggyEggyWeggy

Meist werden einzelne Tonmassen mit Draht gebunden. Dabei kann man farbigen Polymer-Ton verwenden oder die Figuren im nachhinein mit normaler Acrylfarbe bemalen. Es erfordert allerdings durchaus ein künstlerisches Talent sowie viel Zeit und Geduld, sich damit zu beschäftigen.

Dabei kommen auch ganz spezielle Werkzeuge zum Einsatz. Jedoch lassen sich auch ganz alltägliche Haushaltsutensilien wie Messer, Zahnstocher, Wattestäbchen oder Alufolie verwenden, um gewisse Strukturen einzubringen. Auch sehr professionelle Kunstwerke lassen sich formen und in der Streamingplattform Twitch gibt es vereinzelt Künstler, die ihr Projekt von Anfang an bis zum Schluss Live streamen.

Doch was benötige ich genau, um mein eigenes kleines Kunstwerk zu erschaffen?

Es gibt viele verschiedene Marken, die Polymer Clay vertreiben. Die wohl bekannteste Marke ist “Fimo”, welche auch sehr beliebt ist und wir auch test-weise vor einiger Zeit damit hantiert haben. Fimo gibt es in verschiedene Farben, aber auch in verschiedenen Sets, in welchen auch die Werkzeuge enthalten sein kann. Preislich liegen diese bei gerade mal einen Euro pro Stück! Wer professionellere Werkzeuge bevorzugt, kann ja auch mal hier vorbei schauen.

Ansonsten kann man sich nach einigen Tutorials (wie oben verlinkt) richten, um etwas schönes auf die Beine zu stellen! Auch hier sei gesagt, Übung macht den Meister!


4. Anime-Figuren aus Papier falten!

Ursprünglich wollten wir nur drei Punkte auflisten, da wir diesem hier einen eigenen ganzen Beitrag gewidmet haben. Doch als Ergänzung wollen wir das trotzdem mit aufnehmen, für diejenigen, die es noch nicht kennen.

Dabei handelt es sich um sogenanntes “Papercraft”, mit dem es möglich ist beliebige Anime-Figuren (sofern eine Vorlage vorhanden) selber zu basteln, die auch ziemlich gut und professionell aussehen können

Es gibt im Web verschiedene Portale, in welchen man verschiedene Vorlagen einfach herunterladen und ausdrucken kann. Anschließend wird die Vorlage entsprechend ausgeschnitten und richtig zusammen geklebt. Dann habt ihr euren eigenen kleinen Blickfang erstellt. Das besondere dabei ist, dass das ganze natürlich nicht nur auf Anime-Figuren beschränkt ist. Es gibt zu vielen Dingen eine Vorlage, wie etwa Häuser, Landschaften, Tiere, Pflanzen, Charaktere aus Nintendo, Roboter, Schiffe, Uboote, Panzer und vieles mehr!

Ein genaues Tutorial, wie diese Portale heißen, woher man die Vorlagen bekommt und welche Software man (eventuell) benötigt, haben wir hier für euch aufgeschrieben.


Ihr seht, dass es einige Möglichkeiten gibt, eigenen Merchandise herzustellen. Das war aber natürlich noch nicht alles und in Zukunft werden wir womöglich einen weiteren Beitrag veröffentlichen, in welchem wir euch noch weitere Möglichkeiten zur Herstellung aufzeigen werden.

Ich hoffe, euch hat unser Beitrag gefallen! Hinterlasst doch mal ein Feedback dazu!

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